Ruhrgebiet

Ray Charles in der Dortmunder Westfalenhalle

26.06.1978:  Ray Charles in der Dortmunder Westfalenhalle.

Hörfunkbericht:

Neue Nutzung für alte Zechenbrachen

Im Ruhrgebiet wurden in den vergangenen vierzehn Jahren bis heute 54 Schachtanlagen und 14 Kleinzechen stillgelegt. Zuletzt traf es im April die Verbundzeche Ewald/Hugo in Herten/Gelsenkirchen. Um die alten Zechenbrachen kümmern sich das Land und der Essener RAG-Konzern gemeinsam. Denn in Sachen Strukturwandel im Revier ziehen Politiker und Unternehmer an einem Strang. In den kommenden drei Jahren will der RAG-Konzern im Ruhrgebiet 500 Hektar – fünf Millionen Quadratmeter gleich 1000 Fußballfelder – für neue Nutzungen bereitstellen. Die ehemaligen Bergbauflächen sollen allerdings nur teilweise veräußert werden. Vielmehr will der Konzern dort auch selbst investieren. In den Wohnungsbau und im Gewerbeflächen.

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DBT: Deutsche Bergbautechnik für die Welt

„Mit DBT hat die Bergbautechnik den Sprung auf den Weltmarkt geschafft. Damit akquirierte die in den heimischen Gruben entwickelte deutsche Bergbautechnologie neue Absatzmärkte. Und der Vorteil für die Bergbauregion ist, dass dadurch zahlreiche Arbeitsplätze auch bei Zulieferunternehmen im Ruhrgebiet gesichert werden.“ Das sagte kürzlich Karl Starzacher, der Vorstandsvorsitzende des Essener RAG-Konzerns. Und mit DBT meinte er ein Tochterunternehmen der RAG, die Deutsche Bergbautechnik in Lünen. Sie liefert weltweit komplette Abbausysteme für den untertägigen Bergbau. Und die Exportperspektiven für die DBT und damit für Nordrhein-Westfalen könnten noch besser werden. Denn weil der Weltenergiebedarf wächst, hat die Steinkohle auch in Zukunft mit 40 Prozent den höchsten Anteil an der Weltstromerzeugung. Bergbautechnologie ist deshalb Zukunftstechnologie.

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Professor Schmitt aus Essen bewertet Gasmarkt

Der europäische Erdgasmarkt gerät in Bewegung. Nach dem Beispiel des Strommarktes steht ihm eine Liberalisierung bevor, müssen Betreiber von Gasleitungen ihre Verteilnetze der Konkurrenz öffnen, werden die 14 Millionen privaten Endverbraucher in Deutschland ihren Erdgas-Lieferanten frei wählen können. So will es die Gasrichtlinie der europäischen Gemeinschaft. Danach müssen die EU-Mitgliedsstaaten zum 10. August ihre nationalen Gasmärkte mindestens zu zwanzig Prozent der ausländischer Konkurrenz öffnen. Die Voraussetzungen dafür hat die deutsche Gaswirtschaft in dieser Woche durch eine sogenannte Verbändevereinbarung geschaffen. Kann der Verbraucher also schon bald mit sinkenden Gaspreisen rechnen? Die Antwort kennt Dieter Schmitt, Professor für Energiewirtschaft an der Universität Essen.

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Die Ruhrgas AG auf Einkaufstour Im Vorfeld des Liberalisierten Gasmarktes

Nach dem Strommarkt steht nun auch der Gasmarkt kurz vor der Liberalisierung, die dem Verbraucher niedrigere Preise als Folge stärkeren Wettbewerbs bringen soll. Und die Gasanbieter? Die rangeln zur Zeit um gute Ausgangspositionen auf diesem liberalisierten europäischen Gasmarkt. Kaum ein Tag, an den nicht irgendwelche Firmenzukäufe Schlagzeilen machen. So meldete etwa am 04. Juli 2000 die Essener Ruhrgas AG, der größte deutsche Erdgas-Verkäufer, seinen Einstieg bei den Stadtwerken Darmstadt. Und auch andere Energiekonzerne sind auf Einkaufstour.

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Der liberalisierte europäische Gasmarkt läßt auf sich warten

Die Liberalisierung des Strommarktes hat den Preis für Elektrizität um 30 bis 50 Prozent fallen lassen;für Privatkunden allerdings nur um 15 Prozent. Für die Verbraucher alles in allem erfreulich. Für die Produzenten nicht. Zumal sich die einzelnen europäischen Länder dem neuen Wettbewerb nicht zum gleichen Zeitpunkt und auch nicht in gleichem Maße geöffnet haben. Das hat ausländischen Anbietern in Deutschlands Vorteile einbracht. Umgekehrt war das kaum der Fall. Deshalb fordern die deutschen Energieunternehmen nunmehr von der EU-Kommission, wenigstens bei der bevorstehenden Liberalisierung des Gasmarktes Abschottungsversuchen entgegenzutreten.

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Die Ruhrgas AG und die Verflechtungen mit anderen Konzernen

Damit die Hochzeitsvorbereitungen für die Ehe der beiden Energiekonzerne RWE und VEW nicht ins Stocken geraten und das Bundeskartellamt womöglich als Trauzeuge seine Zustimmung verweigert, will sich der Essener RWE-Konzern von seinen derzeitigen Anteilen an der Ruhrgas AG, ebenfalls Essen, trennen. Als Käufer der Ruhrgas-Anteile hat sich ein anderer Energiekonzern angeboten, die VEBA, die mit der VIAG zum E-on-Konzern fusioniert. Ein Hintergrundbericht über die verschachtelten Besitzverhältnisse der Ruhrgas.

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Kohlekraftwerk in der Türkei für 3,3 Milliarden Mark – STEAG baut Kohlekraftwerk für die Türkei

Die Essener Steag AG, der zweitgrößte Betreiber von Kohlekraftwerken in Deutschland, will in den nächsten drei Jahren im Osten der Türkei, in der Mittelmeer-Hafenstadt Iskenderun, ein Kohlekraftwerk bauen mit einer Kapazität von 1.300 Megawatt Strom. Kosten: 3,3 Milliarden Mark. Davon stammen 825 Millionen aus der eigenen Kasse und 2,5 Milliarden Mark von einem Bankenkonsortium, dem Dresdner Bank und Westdeutsche Landesbank angehören. Wichtige Bauteile werden die Siemens Kraftwerk-Union und Babcock-Borsig in Oberhausen produzieren.

Den Stromabsatz sichert zwanzig Jahre lang ein Vertrag Jahre mit dem staatlichen türkischen Energieversorger TEAS. Die Kraftwerkskohle, jährlich drei Millionen Tonnen, liefern in dieser Zeit die Essener Konzerne RAG und RWE mit Hilfe moderner Frachtschiffen.

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Steag: Was wird aus der „Tochter“ der RAG?

Gut möglich, dass der Strom, der da gerade ihren PC laufen lässt, aus Voerde, Walsum, Herne, Lünen oder Bergkamen kommt. Denn dort betreibt die Essener STEAG große Kohle-Kraftwerke. Sie bringen es auf eine Leistung von mehr als 4000 Megawatt. Insgesamt verkaufte die STEAG im vergangenen Jahr rund 22 Milliarden Kilowattstunden Strom – so kostengünstig wie kaum ein anderer Kraftwerksbetreiber in Deutschland – und erzielte damit einen Erlös von fast 1,9 Milliarden Mark – allerdings ein Zehntel weniger als im Jahr zuvor, Auswirkung des Preiskampfes auf dem Strommarkt. Weitere Zahlen wird die heutige Bilanzpressekonferenz in Essen liefern. Den meisten Strom verkauft die STEAG künftig an den fusionierten Energie-Multi RWE/VEW. Da hätte es nahe gelegen, den Lieferanten enger an den Großkunden zu binden. Doch daraus wird nichts.

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RAG-Konzern investiert im Ausland

So düster die Aussichten für die Kohle im Inland sind, so günstig sind die Marktchancen der Kohle weltweit. In den nächsten Jahrzehnten rechnen Experten mit einem rasanten Anstieg der Energienachfrage und damit auch der Steinkohleförderung. Heute liegt der globale Steinkohleverbrauch bei 3,8 Milliarden Tonnen. Im Jahr 2010 werden es voraussichtlich 4,4 Milliarden Tonnen sein. Alles in allem also gute Aussichten für den Essener RAG-Konzern, der vor mehr als dreißig Jahren als Ruhrkohle AG gegründet wurde – Reaktion auf das damals begonnene Zechensterben an der Ruhr. Mit Kohlebergwerken in Deutschland, Amerika, Venezuela und Australien ist die RAG inzwischen der zweigrößte Kohleproduzent der Welt. Er bilanzierte am 23.5.2000 in Essen das Geschäftsjahr 1999.

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