Zur Person

Lothar Kaiser

kaiser1Studioleiter a.D., 1947 in Remscheid geboren und inzwischen dort wieder zuhause.

Von August 2000 bis Juni 2005 im Studio Wuppertal, davor (seit 1998) Studioleiter und Hörfunkchef im WDR-Studio Essen.

Journalist von der Pike auf: Nach der Schule Volontär und Redakteur beim „Remscheider General-Anzeiger“ (1966 bis 1970, unterbrochen durch den Grundwehrdienst bei der Bundeswehr), zwischen 1971 und 1975 Lokalchef der „Rheinischen Post“/“Bergischen Morgenpost“ in Hückeswagen; es folgten – vor der Rückkehr ins Bergische Land 1988 – Jahre in Ostwestfalen-Lippe als Lokalchef des „Westfalenblatts“ in Gütersloh (1976-1980) und im westfälischen Schwerte, wo der Versuch, dem Journalismus zeitweise den Rücken zu kehren (Begabtensonderprüfung und anschließendes Studium der Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum), von nur kurzer Dauer war.

Denn der WDR lockte schon 1982 mit freier Mitarbeit für das Landesstudio Dortmund und zwei Jahre später mit einer Regionalkorrespondentenstelle in Hagen, zuständig auch für den Märkischen Kreis. Daraus wurde dann eine Festanstellung als Redakteur mbA in der Funktion eines Chef vom Dienst Hörfunk bei „Echo West“ und „Westzeit“ im Landesstudio Dortmund (1987-1990/1993-1997)

Die ehrenamtliche Tätigkeit im Deutschen Journalisten-Verband (DJV) – wo er schon früh gewerkschaftliches Bewusstsein anmahnte und Sponsoring kritisierte (er war von 1981 bis zum Gewerkschaftstag 2001 in Dortmund Mitglied des DJV-Landesvorstandes NRW, dabei von April 1989 bis April 2001 als stellvertretender Vorsitzender) -, legte den Einsatz im WDR-Personalrat nahe, zunächst drei Jahre (1990 – 1993), dann noch einmal zwei Jahre (1997-1998), jeweils freigestellt und stellvertretender Personalratsvorsitzender; in dieser Funktion beide Male Mitglied des WDR-Verwaltungsrates.
1998 Wechsel von Köln ins WDR-Studio Essen als Studioleiter und Hörfunkchef; in dieser Zeit entstanden zahlreiche Hörfunkbeiträge über die Situation im deutschen Steinkohlebergbau, darunter auch ein längeres Feature für den Deutschlandfunk. Von August 2000 bis Juni 2005 in gleicher Funktion im WDR-Studio in Wuppertal, Am 1. Juli 2005 begann die passive Altersteilzeit. Am 11.1.2006 wurde er im Studio offiziell verabschiedet. Der Ruhestand gestaltet sich allerdings wegen des komunalpolitischen Internetforums „Waterbölles“, den er schon im Januar 2006 startete, ziemlich unruhig.

Von Februar 2003 bis März 2010 Vorsitzender des DJV-Bundesfachausschusses „Rundfunk“. In dieser Eigenschaft war er mit einem eigenen Thesenpapier („Wohin steuert der DJV?“) an der internen gewerkschaftlichen Diskussion um die Zukunft des DJV beteiligt und Anfang September 2007 an der Organisation eines Rundfunkkongresses auf der Internationelen Funkausstellung in Berlin.

Die rund 300 Delegierten des DJV-Verbandstags 2012 wählten Lothar Kaiser am 6. November 2012  zum Ehrenmitglied.

Hobbys (früher auch Tanzen): Alles, was mit Journalismus, Reisen und Computer zu tun hat; gerade Letztes lässt zu wenig Zeit für Tennis und Radtouren.

Das behauptet Ehefrau Ulrike Kaiser, 22 Jahre lang, von 1. April 1985 bis 30. Juni 2007, war sie Chefredakteurin des Medienmagazins „journalist„. Zusammen mit dem Chefredakteur des Fachblattes „epd medien“, Dr. Volker Lilienthal, deckte sie im Juni 2005 den ARD/Bavaria-Schleichwerbungsskandal auf und erhielt dafür 2006 den Bert-Donnepp-Preis, Deutscher Preis für Medienpublizistik. Zitat aus der Laudatio: „Mutig, unbeirrt und mit höchstem Engagement“. Sie beendete ihre Tätigkeit auf eigenen Wunsch und arbeitet fortan als freie Medienjournalistin.

Der angenehmer Nebeneffekt von mehr gemeinsame Freizeit verringerte sich am 6. November 2007: An diesem Tag wählten die Delegierten des DJV-Verbandstages inb Saarbrücken Ulrike Kaiser zur Zweiten Bundesvorsitzenden des DJV.