Lothar Kaiser

„Energiedialog 2000“ macht Fortschritte

Dreißig Männer und Frauen – Gewerkschafter, Unternehmer, Wissenschaftler und Politiker – beteiligen sich am „Energiedialogs 2000“. So nennt sich die Steuerungsgruppe, die Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller im Juni vorigen Jahres einberufen hat. Dreimal hat sie inzwischen getagt. Der Minister erhofft sich am Ende des einjährigen Diskussionsprozesses pragmatische Lösungsansätze für eine neue deutsche Energiepolitik, die den Anforderungen des neuen Jahrtausend gerecht wird. Und im Januar 2000 gab es Anzeichen dafür, dass dies gelingt.

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Die alte Kokerei Zollverein, einst „die heißeste Imbissbude des Ruhrgebiets“

koks1layer1Die stillgelegte Kokerei Zollverein in Essen-Katernberg zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der lndustriegeschichte Europas. Ob sie in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wird, muß sich erst noch entscheiden. Der Antrag ist jedenfalls gestellt. Auch jetzt, im Winter, lassen sich vor allem Architektur-Fans und Fotografen an den Wochenenden gerne von ehemaligen Kokerei-Mitarbeitern durch die Anlage führen. Dabei erfahren sie dann, daß die Kokerei Zollverein zeitweilig nicht nur die größte in Europa war, sondern auch „die heißeste Imbissbude des Ruhrgebiets“.

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RWE ist am RAG-Konzern interessiert

Wenn das Bundeskartellamt zustimmt und die Aktionäre – die Hauptversammlungen finden im Sommer statt-, werden in diesem Jahr die beiden Energiekonzerne RWE in Essen und VEW in Dortmund fusionieren – rückwirkend zum 1.1.2000. Der neue Konzern hätte dann 170.000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von 86 Milliarden Mark. Durch die Übernahme der VEW würde die RWE zugleich zum zweitgrößten Anteilseigner des Essener Energie- und Technologiekonzerns RAG. Der zählt zu den dreißig größten Konzernen in Deutschland und beschäftigt rund 104.000 Mitarbeiter in den Bereichen Bergbau, Energie, Chemie, Vertrieb und Handel, Umwelt, Immobilien und Technologie. Die bevorstehende Fusion von VEW und RWE gibt Spekulationen neue Nahrung, der Konzernlandschaft im Ruhrgebiet, speziell der RAG, könnten weitreichende Umwälzungen bevorstehen.

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DSK-Akquisiteur: Ein neuer Beruf durch Stellenabbau

Durch den andauernden Preisverfall bei Kohle sieht sich die Deutsche Steinkohle AG (DSK) in Herne, die als Tochter des Essener RAG-Konzerns sämtliche deutschen Steinkohle-Bergwerke betreibt – momentan noch elf an der Ruhr, drei im Saarland und eine in Ibbenbüren – sieht sich die DSK gezwungen, den Personalabbau von derzeit 66.000 Mitarbeiter auf 36.000 im Jahre 2005 zu beschleunigen. Damit das sozialverträglich, d.h. ohne Kündigungen, gelingt, schuf die DSK ein weit gefächertes personalpolitische Instrumentarium. Dazu gehören Jobbörse, Existenzgründung, Personalentwicklungspool, Mitarbeiterförderplan, Personal-Clearing, Qualifizierung, Handwerksinitiative, Übergangs- und Mobilitätshilfe. Und – seit wenigen Monaten – auch die drei Stellenakquisitionsbüros in Bottrop, Werne und Moers. Sie haben bislang 1400 Bergleuten neue Jobs außerhalb der Kohle vermittelt. Nicht nur in Nordrhein-Westfalen.

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PROGNOS-Gutachten rechfertigt öffentliche Kohlesubventionen

Seit Anfang der 60er Jahre sterben in Deutschland die Steinkohlezechen. Langsam, aber sicher. Im Jahre 2005 wird es noch zehn Bergwerke und 36.000 Bergleute geben. Ungewiss ist, wie viele Zechen, vor allem aber, wie viele Bergleute über das Jahr 2005 hinaus noch eine gesicherte Zukunft haben werden. Ein Schrecken ohne Ende? Wäre da nicht 1997, als Kohlesubventionen in Milliardenhöhe vereinbart wurden, ein Ende mit Schrecken besser gewesen?

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Beihilfen für die deutsche Steinkohle – Höherer Eigenanteil der RAG?

Kann der Essener RAG-Konzern, der sämtliche deutschen Steinkohlezechen betreibt, die ohne öffentliche Beihilfen schon lange nicht mehr wettbewerbsfähig wären, kann die RAG vom Jahre 2005 an, wenn der Kohlekompromiss ausläuft, eine höhere Eigenbeteiligung an der Kohlesubventionierung übernehmen und die Staatskasse auf diese Weise entlasten? Politiker sprechen bereits von einer „Sockelförderung“, und manche von ihnen würden am liebsten ganz auf Subventionen verzichten.

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Stellenabbau im Steinkohlebergbau

Zechenstilllegungen und Personalabbau bei der deutschen Steinkohle sind Bund und Land zwischen 1997 und 2005 – wir haben es im Rahmen unserer Kohle-Serie schon mehrfach gesagt – fast 70 Milliarden Mark wert. Hinzu kommen die Gelder einer Anpassungsregelung, die es schon vor dem Kohlekompromiss von 1997 gab und die nur fortgeschrieben wurden – die Gelder für den Vorruhestand. Eine von zahlreichen Möglichkeiten, Bergleuten den Ausstieg aus der Kohle zu erleichtern. Lesen Sie auch: „Stahlindustrie in der Krise„, zwischen 1974 und 1990 sinkt die Beschäftigtenzahl in der Stahlbranche von 344.000 auf 175.000.

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Ruhrgas-Dossier

Die Ruhrgas AG ist aus mehreren Gründen das größte Gasunternehmen in Deutschland:

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Kohlezechen vor der Schließung

Der Anteil importierter ausländischer Kohle – er lag im April 1999 mit fast 27 Millionen Tonnen noch bei 38 Prozent – wird bis zum Jahre 2005 voraussichtlich auf 44 Millionen steigen. Das wären dann 63 Prozent am gesamten deutschen Steinkohleverbrauch. Die Importe nehmen in dem Maße zu, indem die inländische Kohleförderung zurückgeht. In diesem Jahr musste der deutsche Steinkohlebergbau wegen des fortschreitenden Preisverfalls auf den Weltkohlemärkten schwierige Entscheidungen treffen: Die Schließung von zwei weiteren Zechen, eigentlich erst für die Zeit nach 2002 ins Auge gefasst, musste vorgezogen werden. Bis Mitte 2001 werden insgesamt fünf Zechen geschlossen.

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Kohlesubventionen über das Jahr 2005 hinaus?

Die öffentlichen Kohlesubventionen in Deutschland müssen ab 2002 im EU-Vertrag europarechtlich abgesichert werden. In Deutschland sichert der Kohlekompromiss von 1997 diese Subventionen bis zum Jahre 2005. Aber was ist dann? Auch hierüber muss verhandelt werden. Und auch hier ist mit einem zähen Ringen zu rechnen.

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