Lothar Kaiser

Die Ruhrgas AG und die Verflechtungen mit anderen Konzernen

Damit die Hochzeitsvorbereitungen für die Ehe der beiden Energiekonzerne RWE und VEW nicht ins Stocken geraten und das Bundeskartellamt womöglich als Trauzeuge seine Zustimmung verweigert, will sich der Essener RWE-Konzern von seinen derzeitigen Anteilen an der Ruhrgas AG, ebenfalls Essen, trennen. Als Käufer der Ruhrgas-Anteile hat sich ein anderer Energiekonzern angeboten, die VEBA, die mit der VIAG zum E-on-Konzern fusioniert. Ein Hintergrundbericht über die verschachtelten Besitzverhältnisse der Ruhrgas.

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Kohlekraftwerk in der Türkei für 3,3 Milliarden Mark – STEAG baut Kohlekraftwerk für die Türkei

Die Essener Steag AG, der zweitgrößte Betreiber von Kohlekraftwerken in Deutschland, will in den nächsten drei Jahren im Osten der Türkei, in der Mittelmeer-Hafenstadt Iskenderun, ein Kohlekraftwerk bauen mit einer Kapazität von 1.300 Megawatt Strom. Kosten: 3,3 Milliarden Mark. Davon stammen 825 Millionen aus der eigenen Kasse und 2,5 Milliarden Mark von einem Bankenkonsortium, dem Dresdner Bank und Westdeutsche Landesbank angehören. Wichtige Bauteile werden die Siemens Kraftwerk-Union und Babcock-Borsig in Oberhausen produzieren.

Den Stromabsatz sichert zwanzig Jahre lang ein Vertrag Jahre mit dem staatlichen türkischen Energieversorger TEAS. Die Kraftwerkskohle, jährlich drei Millionen Tonnen, liefern in dieser Zeit die Essener Konzerne RAG und RWE mit Hilfe moderner Frachtschiffen.

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Steag: Was wird aus der „Tochter“ der RAG?

Gut möglich, dass der Strom, der da gerade ihren PC laufen lässt, aus Voerde, Walsum, Herne, Lünen oder Bergkamen kommt. Denn dort betreibt die Essener STEAG große Kohle-Kraftwerke. Sie bringen es auf eine Leistung von mehr als 4000 Megawatt. Insgesamt verkaufte die STEAG im vergangenen Jahr rund 22 Milliarden Kilowattstunden Strom – so kostengünstig wie kaum ein anderer Kraftwerksbetreiber in Deutschland – und erzielte damit einen Erlös von fast 1,9 Milliarden Mark – allerdings ein Zehntel weniger als im Jahr zuvor, Auswirkung des Preiskampfes auf dem Strommarkt. Weitere Zahlen wird die heutige Bilanzpressekonferenz in Essen liefern. Den meisten Strom verkauft die STEAG künftig an den fusionierten Energie-Multi RWE/VEW. Da hätte es nahe gelegen, den Lieferanten enger an den Großkunden zu binden. Doch daraus wird nichts.

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RAG-Konzern investiert im Ausland

So düster die Aussichten für die Kohle im Inland sind, so günstig sind die Marktchancen der Kohle weltweit. In den nächsten Jahrzehnten rechnen Experten mit einem rasanten Anstieg der Energienachfrage und damit auch der Steinkohleförderung. Heute liegt der globale Steinkohleverbrauch bei 3,8 Milliarden Tonnen. Im Jahr 2010 werden es voraussichtlich 4,4 Milliarden Tonnen sein. Alles in allem also gute Aussichten für den Essener RAG-Konzern, der vor mehr als dreißig Jahren als Ruhrkohle AG gegründet wurde – Reaktion auf das damals begonnene Zechensterben an der Ruhr. Mit Kohlebergwerken in Deutschland, Amerika, Venezuela und Australien ist die RAG inzwischen der zweigrößte Kohleproduzent der Welt. Er bilanzierte am 23.5.2000 in Essen das Geschäftsjahr 1999.

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Gelsenwasser AG: Ändert sich die Aktionärsstruktur?

Personalabbau und Gewinnsteigerung kennzeichnen das Geschäftsjahr 1999 des größten deutschen Wasserversorgungsunternehmen, der Gelsenwasser AG. Und beides wird der Vorstandsvorsitzende Hartmut Gripentrog den Aktionären auf der Hauptversammlung im Musiktheater Gelsenkirchen (am 8. Juni 2000) gerne erläutern. Denn der Jahresüberschuss von 44,4 Millionen Mark verhilft den Aktionären zu einer Dividende von zehn Mark je Aktie, eine Mark mehr als im Vorjahr. Ein Bericht über die Aktionärsstruktur von Gelsenwasser, geplante Kooperationen und mögliche Schließungen von Wasserwerken an der Ruhr.

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Im Herbst Gespräche mit der Politik über Kohlesubventionen ab 2005

Der Kohlekompromiss aus dem Jahre 1997 sieht bis 2005 einen schrittweisen Abbau der staatlichen Kohlehilfen vor. Ob und in welcher Höhe sie in späteren Jahren noch fließen werden, ist nach wie vor unklar. Gespräche mit der Bundesregierung, die diese Frage klären müssen, sollen vor Beginn des nächsten Bundestagswahlkampfes zu einem Ergebnis führen.

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Alte Zechen, neue Arbeit – Strukturwandel und Tradition im Ruhrgebiet

Lange Jahre waren im Ruhrgebiet rotglühende Hochofenfeuer, rauchende Schlote und die rotierende Seilscheiben von Fördertürmen die Sinnbilder des Industriezeitalters. Und heute? Da lockt das Revier mit der Inszenierung dieser einstigen „Kohlenpott“-Wahrzeichen. Zum Beispiel mit Zeche und Kokerei Zollverein in Essen. Doch Industriedenkmale, große wie kleine, gibt es auch anderswo im Ruhrgebiet. Im früheren „Kohlenpott“, dessen Strukturwandel stetig voranschreitet, im „Revier“ mit seiner langen Kohle- und Stahl-Tradition haben es sich gleich zwei Stiftungen – mit finanzieller Hilfe des Landes – zur Aufgabe gemacht, Industriedenkmale zu erhalten oder gar mit neuem Leben zu erfüllen. Die eine sitzt in Dortmund, die andere in Essen.

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Praktika an Rhein und Ruhr

22 Frauen aus 16 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas werden in Nordrhein-Westfalen ein Jahr lang darauf vorbereitet, in ihrer Heimat Führungsaufgaben in Personalmanagement zu übernehmen. Die jungen Frauen – allesamt Hochschulabsolventinnen und in ihrer Heimat schon im Personalwesen tätig – sollen an Rhein und Ruhr in Theorie und Praxis vor allem lernen, Mitarbeiter menschlich zu führen. Zugleich verbindet das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit diesem Trainingsprogramm das politische Ziel, den Zugang zu internationalen Fortbildungsprogrammen auch Frauen aus Entwicklungsländern zu verschaffen – dort längst noch keine Selbstverständlichkeit.

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Auch Jahrzehnte nach ihrer Stillegung können Steinkohlebergwerke im Ruhrgebiet nicht sich selbst überlassen werden

Einst war die Zeche Zollverein in Essen das größte Verbundbergwerk im Ruhrgebiet. Zollverein heute – das sind die alten Gebäude mit neuem Inhalt: Das Designzentrum Nordrhein-Westfalen findet sich hier, ein Existenzgründerzentrum, Handwerker- und andere Betriebe haben sich angesiedelt. Und auf der benachbarten Kokerei Zollverein lockte im vorigen Jahr die Ausstellung „Sonne, Mond und Sterne“ Tausende von Besuchern an. Ihnen blieb verborgen, dass noch immer Bergleute regelmäßig in die Grube einfahren und Übertage zugeschüttete Schächte im Auge halten. Warum eigentlich kann man ein Bergwerk, in dem schon seit Jahren keine Kohle mehr abgebaut wird, nicht sich selbst überlassen? Wer kontrolliert da was?

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Trotz des Zechensterbens Ausbildung in großem Stil bei der „RAG Bildung“

Der „geordnete Rückzug“ aus dem deutschen Steinkohlebergbau geht weiter. 1980 gab es auf den deutschen Steinkohlezechen noch 186.000 Bergleute. 2005 werden es nur noch 36.000 sein. Wegen des fortschreitenden Preisverfalls auf den Weltkohlemärkten müssen in diesem und im nächsten Jahr in Nordrhein-Westfalen vier Zechen schließen. Unvermeidliche Konsequenz: Innerhalb von zwei Jahren muss die Deutsche Steinkohle AG, die DSK in Herne, mehr als 20.000 Arbeitsplätze abbauen. Und dennoch gehört der Essener Mutterkonzern RAG auch in Zukunft zu den größten Ausbildern im Lande. Oder gerade deshalb?

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